"Hartmut KNAPPE; Jahrgang 1944; ist von Kindesbeinen an im Harz zu Hause. Die reizvolle Landschaft um seine Heimatstadt Blankenburg mit ihrer Fülle an kreidezeitlichen Fossilien und botanischen Kostbarkeiten bildete den Hintergrund für die berufliche Entwicklung.Dem Abitur folgte zunáchst die Ausbildung zum Gártner am Institut für Kulturpflanzenforschung in Gatersleben. An der Martin-Luther-Universitát Halle begann er 1964 sein Geologiestudium; setzte es †“ bedingt durch die seinerzeitige Hochschulreform †“ in Greifswald fort und rundete es mit der Promotion an der Humboldt-Universitát in Berlin ab (Beitráge zur Oberkreideflora von Quedlinburg).Zu Beginn seiner beruflichen Tátigkeit suchte er nach Grundwasser und kartierte Waldböden im Norddeutschen Tiefland. Aus der Bewerbung für die Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters im Museumsverbund von Wernigerode wurde 1975 schließlich die des Leiters im damals geologisch-naturkundlich profilierten Harzmuseum.Neue Perspektiven ergaben sich nach der deutschen Einheit in der freien Wirtschaft. Von 1992 an bis zum Einschwenken in die Ruhestandslaufbahn im Jahr 2009 war der Autor als Projektbearbeiter und Gutachter in der Umweltplanung tátig; wobei die Harzregion den Schwerpunkt bildete. Seine in der Freizeit vorgenommene systematische Bergung von Pflanzenfossilien im Tertiár des Helmstedter Braunkohlenreviers bildete den letzten Anstoß für †œWackersteine; Wald und Wüste †“ unterwegs im Harz†; Band 28 der Reihe †œWanderungen in die Erdgeschichte† des Verlages Dr. Friedrich Pfeil in München.
Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Das gebirgige TagebuchDort; wo Norddeutschland aufhört und Mitteldeutschland beginnt; erhebt sich der Harz. Die Insel aus Berg und Wald ist beliebt. Sie ládt ein zum Wandern oder Radfahren und hat als Kernland deutscher Kaiser für Geschichtsinteressierte einiges zu bieten. Gleich zweimal gibt es hier Sehenswürdigkeiten; die zum UNESCO-Weltkulturerbe záhlen. Wie aber sieht es aus mit Ferien am Palmenstrand †“ Sonne; Süden; Segeln? Bitteschön; auch das ist kein Problem am Fuße des Brockens. Allerdings mit einer gewissen Einschránkung: nicht heutzutage; sondern ziemlich lange vor unserer Zeit wáren solche Angebote durchaus ernst gemeint. Als einst die Nordsee eine Südsee war und den Harz umspülte; gab es hier so manche Traumlandschaft mit Stránden wie am Mittelmeer; aber auch den Wüstenhauch im Hinterland. Ist das alles für immer vorbei?Vielleicht hat der Harz auf diese Frage lángst gewartet und deshalb frühzeitig ein Tagebuch angelegt. Beim ersten Blick ist die in Stein verfasste Aufzeichnung noch unverstándlich. Aber mit etwas Phantasie und kriminalistischem Gespür gelangt man bald hinter ihr Geheimnis. Korallenskelette oder Haifischzáhne sind die Schriftzeichen vormaliger Meeresfluten; rostrote Felsen künden von heißer Wüstenzeit; versteinerte Palmenblátter kannten regenreiches Tropenklima. Darüber hinaus wissen die fossilen Dokumente noch Erstaunliches von den 'Weltreisen' des Brockens zu berichten. Als Teil eines uralten Kontinents pflegte er enge Beziehungen zu Afrika und war Amerika sehr verbunden.Einige Seiten des versteinerten Tagebuchs sind in erstaunlich gutem Zustand. Von anderen dagegen blieb nur ein verwitterter Rest. Vor gut 360 Millionen Jahren wurden die ersten Notizen über den Wald angelegt; in Fortsetzungen bis heute. Wohl nirgendwo sonst auf der Erde konnten die Ìberbleibsel urzeitlicher Pflanzenwelt und anderer Klimazeugen in so einer Fülle überdauern wie im vergleichsweise kleinen Harzgebiet. Durch die Erosion und den Einsatz von Hacke; Bagger und Sprengstoff gelangten sie wieder ans Tageslicht.Einst hatten Sand und Ton die Fragmente ehemaliger Gewáchse überdeckt und so vor dem zersetzenden Luftzutritt bewahrt. Im gebirgigen Tagebuch ist vermerkt; wie einst der Wind die Baumwipfel zauste; wie vulkanischer Staub Urwaldbáume begrub; wie donnernde Brandung hohen Küstenwald verschlang oder wie in schlammiger Tiefe aus Holz und Bláttern Kohle entstand. Zahlreiche Wurzelstöcke markieren einstige Bodenhorizonte von Sandstrand und Moor.Die unterirdische Pressung durch gebirgsbildende Kráfte ließ die versunkenen Waldüberbleibsel eins werden mit ihrer steinernen Umgebung. Klebstoff aus allerlei Mineralien hat die Aufzeichnungen sáuberlich eingebunden. So ist ein Dokument von beachtlichem Gewicht entstanden. Leider scheitert seine Ausleihe an der ráumlichen Fülle. Doch Tagebuch und Lesesaal sind groß genug. Man kann darin herumfahren †“ im Harz und in seinem Vorland.Auch wenn die Wege einmal etwas lánger werden †“ zurück geht es auch ohne Landkarte und Navigationsgerát. Stets bietet sich der Brocken als Orientierungshilfe an. Dafür bekommt er in jedem der zehn folgenden Kapitel Gelegenheit zur Berichterstattung; ebenso wie Waldgeschichte und Gesteinsbildung. Schließlich zeigt der Blick über den regionalen Tellerrand; dass sich der Harz bisher gut in der Welt zurechtgefunden hat. Er ládt zum Besuch ein; und wer dabei noch sucht; der kann auch finden.Dazu bietet sich †“ neben den jedem Kapitel beigefügten Exkursionszielen †“ auch die Ausstellung 'Der versteinerte Klimawandel' als ergánzende Informationsmöglichkeit an. Vom Nationalpark Harz veranlasst; ist sie seit Dezember 2008 im Brockenmuseum zu sehen (www.brockenmuseum.de). Die meisten der dortigen Ausstellungsobjekte haben es als Bildvorlagen in dieses Buch geschafft. Etliche von ihnen warteten schon Jahrzehnte auf neugierige Betrachter; einige der schönsten Exponate wurden erst vor kurzem entdeckt.Viele der alten Fundstellen verschwanden im Laufe der Zeit; doch andere kamen durch Tiefbauarbeiten oder Rohstoffgewinnung hinzu. Um dort zu suchen und vielleicht zu finden; bedarf es zumeist einer Genehmigung. Stets sind freundliche Anfragen der beste Schlüssel zum Betreten solcher Fláchen. Der Besuch von Betrieben der Steine- und Erdenindustrie setzt aus Sicherheitsgründen einen höheren organisatorischen Aufwand voraus. Schutzhelm und festes Schuhwerk sind nicht nur hier Bedingung. Beide sollten ohnehin zur Grundausstattung beim Aufsuchen von Steinbrüchen gehören; selbst wenn diese lángst stillgelegt wurden.Manche der Aufschlüsse sind als Naturschutzobjekt gekennzeichnet; andere gelten als bedeutsame Geotope. In solchen Fállen ist beim Schürfen Zurückhaltung geboten.Weitere Informationen zu den in der Ìbersichtskarte ausgewáhlten Ortschaften; Fundstellen und Exkursionsrouten enthalten die Harzklubkarte 'Wandern im Harz' 1: 50 000 sowie die Geologischen Karten 1: 100 000 vom Harz und der Region Braunschweig.Touristisch aufbereitete Informationen zur Geologie des Harzes und seines Vorlandes bieten die Einrichtungen des GeoParks Harz/Braunschweiger Land/Ostfalen (www.harzregion.de/geopark/index.html) und der südlich angrenzende GeoPark Kyffháuser (www.geopark-kyffhaeuser.com).Ergánzende Auskünfte erteilen die Umweltámter der Landkreise und die (geologischen) Landesámter in Sachsen-Anhalt; Niedersachsen und Thüringen; die ein Geotopkataster angelegt haben:www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=20869#www.lbeg.niedersachsen.de/master/C42397317_N43720460_L20_D0_I31802357.htmlwww.tulg-lena.deWer sich vertieft mit geologischen Themen bescháftigen möchte; dem seien die Universitáten in Halle; Göttingen und Clausthal-Zellerfeld empfohlen:Geowissenschaftliche Sammlung der Universitát Halle-Wittenberg(www.geologie.uni-halle.de/igw/./hauschke.html)Geowissenschaftliches Zentrum der Universitát Göttingen (www.geobiologie.uni-goettingen.de)Geo-Museum der technischen Universitát Clausthal (www.geologie.tu-clausthal.de)"
Wednesday, November 14, 2018
[PDF] Download Wackersteine- Wald und Wüste †“ unterwegs im Harz (Wanderungen in die Erdgeschichte) Kostenlos
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"Hartmut KNAPPE; Jahrgang 1944; ist von Kindesbeinen an im Harz zu Hause. Die reizvolle Landschaft um seine Heimatstadt Blankenburg mit ihrer Fülle an kreidezeitlichen Fossilien und botanischen Kostbarkeiten bildete den Hintergrund für die berufliche Entwicklung.Dem Abitur folgte zunáchst die Ausbildung zum Gártner am Institut für Kulturpflanzenforschung in Gatersleben. An der Martin-Luther-Universitát Halle begann er 1964 sein Geologiestudium; setzte es †“ bedingt durch die seinerzeitige Hochschulreform †“ in Greifswald fort und rundete es mit der Promotion an der Humboldt-Universitát in Berlin ab (Beitráge zur Oberkreideflora von Quedlinburg).Zu Beginn seiner beruflichen Tátigkeit suchte er nach Grundwasser und kartierte Waldböden im Norddeutschen Tiefland. Aus der Bewerbung für die Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters im Museumsverbund von Wernigerode wurde 1975 schließlich die des Leiters im damals geologisch-naturkundlich profilierten Harzmuseum.Neue Perspektiven ergaben sich nach der deutschen Einheit in der freien Wirtschaft. Von 1992 an bis zum Einschwenken in die Ruhestandslaufbahn im Jahr 2009 war der Autor als Projektbearbeiter und Gutachter in der Umweltplanung tátig; wobei die Harzregion den Schwerpunkt bildete. Seine in der Freizeit vorgenommene systematische Bergung von Pflanzenfossilien im Tertiár des Helmstedter Braunkohlenreviers bildete den letzten Anstoß für †œWackersteine; Wald und Wüste †“ unterwegs im Harz†; Band 28 der Reihe †œWanderungen in die Erdgeschichte† des Verlages Dr. Friedrich Pfeil in München.
Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Das gebirgige TagebuchDort; wo Norddeutschland aufhört und Mitteldeutschland beginnt; erhebt sich der Harz. Die Insel aus Berg und Wald ist beliebt. Sie ládt ein zum Wandern oder Radfahren und hat als Kernland deutscher Kaiser für Geschichtsinteressierte einiges zu bieten. Gleich zweimal gibt es hier Sehenswürdigkeiten; die zum UNESCO-Weltkulturerbe záhlen. Wie aber sieht es aus mit Ferien am Palmenstrand †“ Sonne; Süden; Segeln? Bitteschön; auch das ist kein Problem am Fuße des Brockens. Allerdings mit einer gewissen Einschránkung: nicht heutzutage; sondern ziemlich lange vor unserer Zeit wáren solche Angebote durchaus ernst gemeint. Als einst die Nordsee eine Südsee war und den Harz umspülte; gab es hier so manche Traumlandschaft mit Stránden wie am Mittelmeer; aber auch den Wüstenhauch im Hinterland. Ist das alles für immer vorbei?Vielleicht hat der Harz auf diese Frage lángst gewartet und deshalb frühzeitig ein Tagebuch angelegt. Beim ersten Blick ist die in Stein verfasste Aufzeichnung noch unverstándlich. Aber mit etwas Phantasie und kriminalistischem Gespür gelangt man bald hinter ihr Geheimnis. Korallenskelette oder Haifischzáhne sind die Schriftzeichen vormaliger Meeresfluten; rostrote Felsen künden von heißer Wüstenzeit; versteinerte Palmenblátter kannten regenreiches Tropenklima. Darüber hinaus wissen die fossilen Dokumente noch Erstaunliches von den 'Weltreisen' des Brockens zu berichten. Als Teil eines uralten Kontinents pflegte er enge Beziehungen zu Afrika und war Amerika sehr verbunden.Einige Seiten des versteinerten Tagebuchs sind in erstaunlich gutem Zustand. Von anderen dagegen blieb nur ein verwitterter Rest. Vor gut 360 Millionen Jahren wurden die ersten Notizen über den Wald angelegt; in Fortsetzungen bis heute. Wohl nirgendwo sonst auf der Erde konnten die Ìberbleibsel urzeitlicher Pflanzenwelt und anderer Klimazeugen in so einer Fülle überdauern wie im vergleichsweise kleinen Harzgebiet. Durch die Erosion und den Einsatz von Hacke; Bagger und Sprengstoff gelangten sie wieder ans Tageslicht.Einst hatten Sand und Ton die Fragmente ehemaliger Gewáchse überdeckt und so vor dem zersetzenden Luftzutritt bewahrt. Im gebirgigen Tagebuch ist vermerkt; wie einst der Wind die Baumwipfel zauste; wie vulkanischer Staub Urwaldbáume begrub; wie donnernde Brandung hohen Küstenwald verschlang oder wie in schlammiger Tiefe aus Holz und Bláttern Kohle entstand. Zahlreiche Wurzelstöcke markieren einstige Bodenhorizonte von Sandstrand und Moor.Die unterirdische Pressung durch gebirgsbildende Kráfte ließ die versunkenen Waldüberbleibsel eins werden mit ihrer steinernen Umgebung. Klebstoff aus allerlei Mineralien hat die Aufzeichnungen sáuberlich eingebunden. So ist ein Dokument von beachtlichem Gewicht entstanden. Leider scheitert seine Ausleihe an der ráumlichen Fülle. Doch Tagebuch und Lesesaal sind groß genug. Man kann darin herumfahren †“ im Harz und in seinem Vorland.Auch wenn die Wege einmal etwas lánger werden †“ zurück geht es auch ohne Landkarte und Navigationsgerát. Stets bietet sich der Brocken als Orientierungshilfe an. Dafür bekommt er in jedem der zehn folgenden Kapitel Gelegenheit zur Berichterstattung; ebenso wie Waldgeschichte und Gesteinsbildung. Schließlich zeigt der Blick über den regionalen Tellerrand; dass sich der Harz bisher gut in der Welt zurechtgefunden hat. Er ládt zum Besuch ein; und wer dabei noch sucht; der kann auch finden.Dazu bietet sich †“ neben den jedem Kapitel beigefügten Exkursionszielen †“ auch die Ausstellung 'Der versteinerte Klimawandel' als ergánzende Informationsmöglichkeit an. Vom Nationalpark Harz veranlasst; ist sie seit Dezember 2008 im Brockenmuseum zu sehen (www.brockenmuseum.de). Die meisten der dortigen Ausstellungsobjekte haben es als Bildvorlagen in dieses Buch geschafft. Etliche von ihnen warteten schon Jahrzehnte auf neugierige Betrachter; einige der schönsten Exponate wurden erst vor kurzem entdeckt.Viele der alten Fundstellen verschwanden im Laufe der Zeit; doch andere kamen durch Tiefbauarbeiten oder Rohstoffgewinnung hinzu. Um dort zu suchen und vielleicht zu finden; bedarf es zumeist einer Genehmigung. Stets sind freundliche Anfragen der beste Schlüssel zum Betreten solcher Fláchen. Der Besuch von Betrieben der Steine- und Erdenindustrie setzt aus Sicherheitsgründen einen höheren organisatorischen Aufwand voraus. Schutzhelm und festes Schuhwerk sind nicht nur hier Bedingung. Beide sollten ohnehin zur Grundausstattung beim Aufsuchen von Steinbrüchen gehören; selbst wenn diese lángst stillgelegt wurden.Manche der Aufschlüsse sind als Naturschutzobjekt gekennzeichnet; andere gelten als bedeutsame Geotope. In solchen Fállen ist beim Schürfen Zurückhaltung geboten.Weitere Informationen zu den in der Ìbersichtskarte ausgewáhlten Ortschaften; Fundstellen und Exkursionsrouten enthalten die Harzklubkarte 'Wandern im Harz' 1: 50 000 sowie die Geologischen Karten 1: 100 000 vom Harz und der Region Braunschweig.Touristisch aufbereitete Informationen zur Geologie des Harzes und seines Vorlandes bieten die Einrichtungen des GeoParks Harz/Braunschweiger Land/Ostfalen (www.harzregion.de/geopark/index.html) und der südlich angrenzende GeoPark Kyffháuser (www.geopark-kyffhaeuser.com).Ergánzende Auskünfte erteilen die Umweltámter der Landkreise und die (geologischen) Landesámter in Sachsen-Anhalt; Niedersachsen und Thüringen; die ein Geotopkataster angelegt haben:www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=20869#www.lbeg.niedersachsen.de/master/C42397317_N43720460_L20_D0_I31802357.htmlwww.tulg-lena.deWer sich vertieft mit geologischen Themen bescháftigen möchte; dem seien die Universitáten in Halle; Göttingen und Clausthal-Zellerfeld empfohlen:Geowissenschaftliche Sammlung der Universitát Halle-Wittenberg(www.geologie.uni-halle.de/igw/./hauschke.html)Geowissenschaftliches Zentrum der Universitát Göttingen (www.geobiologie.uni-goettingen.de)Geo-Museum der technischen Universitát Clausthal (www.geologie.tu-clausthal.de)"
"Hartmut KNAPPE; Jahrgang 1944; ist von Kindesbeinen an im Harz zu Hause. Die reizvolle Landschaft um seine Heimatstadt Blankenburg mit ihrer Fülle an kreidezeitlichen Fossilien und botanischen Kostbarkeiten bildete den Hintergrund für die berufliche Entwicklung.Dem Abitur folgte zunáchst die Ausbildung zum Gártner am Institut für Kulturpflanzenforschung in Gatersleben. An der Martin-Luther-Universitát Halle begann er 1964 sein Geologiestudium; setzte es †“ bedingt durch die seinerzeitige Hochschulreform †“ in Greifswald fort und rundete es mit der Promotion an der Humboldt-Universitát in Berlin ab (Beitráge zur Oberkreideflora von Quedlinburg).Zu Beginn seiner beruflichen Tátigkeit suchte er nach Grundwasser und kartierte Waldböden im Norddeutschen Tiefland. Aus der Bewerbung für die Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters im Museumsverbund von Wernigerode wurde 1975 schließlich die des Leiters im damals geologisch-naturkundlich profilierten Harzmuseum.Neue Perspektiven ergaben sich nach der deutschen Einheit in der freien Wirtschaft. Von 1992 an bis zum Einschwenken in die Ruhestandslaufbahn im Jahr 2009 war der Autor als Projektbearbeiter und Gutachter in der Umweltplanung tátig; wobei die Harzregion den Schwerpunkt bildete. Seine in der Freizeit vorgenommene systematische Bergung von Pflanzenfossilien im Tertiár des Helmstedter Braunkohlenreviers bildete den letzten Anstoß für †œWackersteine; Wald und Wüste †“ unterwegs im Harz†; Band 28 der Reihe †œWanderungen in die Erdgeschichte† des Verlages Dr. Friedrich Pfeil in München.
Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Das gebirgige TagebuchDort; wo Norddeutschland aufhört und Mitteldeutschland beginnt; erhebt sich der Harz. Die Insel aus Berg und Wald ist beliebt. Sie ládt ein zum Wandern oder Radfahren und hat als Kernland deutscher Kaiser für Geschichtsinteressierte einiges zu bieten. Gleich zweimal gibt es hier Sehenswürdigkeiten; die zum UNESCO-Weltkulturerbe záhlen. Wie aber sieht es aus mit Ferien am Palmenstrand †“ Sonne; Süden; Segeln? Bitteschön; auch das ist kein Problem am Fuße des Brockens. Allerdings mit einer gewissen Einschránkung: nicht heutzutage; sondern ziemlich lange vor unserer Zeit wáren solche Angebote durchaus ernst gemeint. Als einst die Nordsee eine Südsee war und den Harz umspülte; gab es hier so manche Traumlandschaft mit Stránden wie am Mittelmeer; aber auch den Wüstenhauch im Hinterland. Ist das alles für immer vorbei?Vielleicht hat der Harz auf diese Frage lángst gewartet und deshalb frühzeitig ein Tagebuch angelegt. Beim ersten Blick ist die in Stein verfasste Aufzeichnung noch unverstándlich. Aber mit etwas Phantasie und kriminalistischem Gespür gelangt man bald hinter ihr Geheimnis. Korallenskelette oder Haifischzáhne sind die Schriftzeichen vormaliger Meeresfluten; rostrote Felsen künden von heißer Wüstenzeit; versteinerte Palmenblátter kannten regenreiches Tropenklima. Darüber hinaus wissen die fossilen Dokumente noch Erstaunliches von den 'Weltreisen' des Brockens zu berichten. Als Teil eines uralten Kontinents pflegte er enge Beziehungen zu Afrika und war Amerika sehr verbunden.Einige Seiten des versteinerten Tagebuchs sind in erstaunlich gutem Zustand. Von anderen dagegen blieb nur ein verwitterter Rest. Vor gut 360 Millionen Jahren wurden die ersten Notizen über den Wald angelegt; in Fortsetzungen bis heute. Wohl nirgendwo sonst auf der Erde konnten die Ìberbleibsel urzeitlicher Pflanzenwelt und anderer Klimazeugen in so einer Fülle überdauern wie im vergleichsweise kleinen Harzgebiet. Durch die Erosion und den Einsatz von Hacke; Bagger und Sprengstoff gelangten sie wieder ans Tageslicht.Einst hatten Sand und Ton die Fragmente ehemaliger Gewáchse überdeckt und so vor dem zersetzenden Luftzutritt bewahrt. Im gebirgigen Tagebuch ist vermerkt; wie einst der Wind die Baumwipfel zauste; wie vulkanischer Staub Urwaldbáume begrub; wie donnernde Brandung hohen Küstenwald verschlang oder wie in schlammiger Tiefe aus Holz und Bláttern Kohle entstand. Zahlreiche Wurzelstöcke markieren einstige Bodenhorizonte von Sandstrand und Moor.Die unterirdische Pressung durch gebirgsbildende Kráfte ließ die versunkenen Waldüberbleibsel eins werden mit ihrer steinernen Umgebung. Klebstoff aus allerlei Mineralien hat die Aufzeichnungen sáuberlich eingebunden. So ist ein Dokument von beachtlichem Gewicht entstanden. Leider scheitert seine Ausleihe an der ráumlichen Fülle. Doch Tagebuch und Lesesaal sind groß genug. Man kann darin herumfahren †“ im Harz und in seinem Vorland.Auch wenn die Wege einmal etwas lánger werden †“ zurück geht es auch ohne Landkarte und Navigationsgerát. Stets bietet sich der Brocken als Orientierungshilfe an. Dafür bekommt er in jedem der zehn folgenden Kapitel Gelegenheit zur Berichterstattung; ebenso wie Waldgeschichte und Gesteinsbildung. Schließlich zeigt der Blick über den regionalen Tellerrand; dass sich der Harz bisher gut in der Welt zurechtgefunden hat. Er ládt zum Besuch ein; und wer dabei noch sucht; der kann auch finden.Dazu bietet sich †“ neben den jedem Kapitel beigefügten Exkursionszielen †“ auch die Ausstellung 'Der versteinerte Klimawandel' als ergánzende Informationsmöglichkeit an. Vom Nationalpark Harz veranlasst; ist sie seit Dezember 2008 im Brockenmuseum zu sehen (www.brockenmuseum.de). Die meisten der dortigen Ausstellungsobjekte haben es als Bildvorlagen in dieses Buch geschafft. Etliche von ihnen warteten schon Jahrzehnte auf neugierige Betrachter; einige der schönsten Exponate wurden erst vor kurzem entdeckt.Viele der alten Fundstellen verschwanden im Laufe der Zeit; doch andere kamen durch Tiefbauarbeiten oder Rohstoffgewinnung hinzu. Um dort zu suchen und vielleicht zu finden; bedarf es zumeist einer Genehmigung. Stets sind freundliche Anfragen der beste Schlüssel zum Betreten solcher Fláchen. Der Besuch von Betrieben der Steine- und Erdenindustrie setzt aus Sicherheitsgründen einen höheren organisatorischen Aufwand voraus. Schutzhelm und festes Schuhwerk sind nicht nur hier Bedingung. Beide sollten ohnehin zur Grundausstattung beim Aufsuchen von Steinbrüchen gehören; selbst wenn diese lángst stillgelegt wurden.Manche der Aufschlüsse sind als Naturschutzobjekt gekennzeichnet; andere gelten als bedeutsame Geotope. In solchen Fállen ist beim Schürfen Zurückhaltung geboten.Weitere Informationen zu den in der Ìbersichtskarte ausgewáhlten Ortschaften; Fundstellen und Exkursionsrouten enthalten die Harzklubkarte 'Wandern im Harz' 1: 50 000 sowie die Geologischen Karten 1: 100 000 vom Harz und der Region Braunschweig.Touristisch aufbereitete Informationen zur Geologie des Harzes und seines Vorlandes bieten die Einrichtungen des GeoParks Harz/Braunschweiger Land/Ostfalen (www.harzregion.de/geopark/index.html) und der südlich angrenzende GeoPark Kyffháuser (www.geopark-kyffhaeuser.com).Ergánzende Auskünfte erteilen die Umweltámter der Landkreise und die (geologischen) Landesámter in Sachsen-Anhalt; Niedersachsen und Thüringen; die ein Geotopkataster angelegt haben:www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=20869#www.lbeg.niedersachsen.de/master/C42397317_N43720460_L20_D0_I31802357.htmlwww.tulg-lena.deWer sich vertieft mit geologischen Themen bescháftigen möchte; dem seien die Universitáten in Halle; Göttingen und Clausthal-Zellerfeld empfohlen:Geowissenschaftliche Sammlung der Universitát Halle-Wittenberg(www.geologie.uni-halle.de/igw/./hauschke.html)Geowissenschaftliches Zentrum der Universitát Göttingen (www.geobiologie.uni-goettingen.de)Geo-Museum der technischen Universitát Clausthal (www.geologie.tu-clausthal.de)"
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